Facelift

GESICHTSLIFT – FACELIFTING

Schlaffe Haut überall im Gesicht. Falten und Runzeln, hängende Wangen, überschüssiges Fettgewebe an Kinn und Augen. Ein Gesicht altert zwar stufenweise und in den verschiedenen Regionen sowohl zeitlich als auch in der Intensität nicht auf dem gleichen Level, doch irgendwann sind die Fußstapfen der Jahre so tief in die Haut eingetreten, dass alle minimal-invasiven oder konservativen Therapien erfolglos verlaufen. Besonders ärgerlich und ungerecht wird ein faltiges, altes Gesicht, wenn es seinen Besitzer um Jahre älter erscheinen lässt, als er tatsächlich ist.

Aufgrund der regen und erfolgreichen Anti-Aging-Forschung sollte ein Facelifting immer der letzte Ausweg sein, um der Zeit ein Schnippchen zu schlagen, und erst dann zur Anwendung kommen, wenn weniger invasive Behandlungsmethoden wie Mesotherapie, Unterspritzungen, Peelings oder die Beschallung mit Radiofrequenz vergeblich versucht wurden.

Was genau macht ein Gesicht alt? Wo muss behandelt werden? Welche Therapie ist die wirksamste und schonendste? Nur ein plastisch-ästhetischer Chirurg mit einem enormen Schatz an Erfahrung und vielen hundert Fallbeispielen ist in der Lage, diese Fragen so zu beantworten, dass dem Patienten die bestmögliche und sicherste Behandlung widerfährt. Bei der Wahl des individuell geeignetsten Faceliftings achten wir stets auf den richtigen Zeitpunkt (nicht zu früh), ein Ergebnis, das schonend, aber gleichzeitig nachhaltig ist, sowie auf geliftete Gesichtszüge, die nach dem Eingriff auf keinen Fall verzerrt wirken dürfen.

Die Reihenfolge der Lifting-Methoden richtet sich nach der Intensität der Alterserscheinungen:

  1. Fadenlift / Happylift
  2. Minilift
  3. Mehrschichtiges Facelift

Fadenlifting /Happylifting

Beim Fadenlifting werden spezielle Fäden so unter die Haut gebracht, dass sie anschließend das erschlaffte Gewebe straffen und in die ursprüngliche, höhere Position verlagern. Da es sich um Bio-Fäden handelt, reagiert der Körper nicht mit Abstoßung auf das Material, sondern bildet neues stabilisierendes Gewebe um die winzigen Widerhaken, sodass nach der selbständigen Auflösung der Fäden der Effekt einer glatteren, frischeren Haut erhalten bleibt. Das Happylift eignet sich besonders gut für eine leichte Rückverlagerung der abgesunkenen Fett- und Hautanteile in Stirn, Mittelgesicht, Wangen und Halsbereich. Die Regionen können separat oder innerhalb desselben Eingriffs kombiniert behandelt werden. Nach Abklingen der Wirkung, nach ca. vier Jahren, kann der Eingriff erneut vorgenommen werden.

Stirnlift

Ein Stirnlift kann endoskopisch erfolgen und hinterlässt nur eine geringe Narbenbildung mit vier je 1 cm langen Narben in den Haaren, die im Nachhinein kaum zu sehen sind. Die Methode ist äußerst schonend und gleichzeitig sehr effektvoll.

Eine zweite Möglichkeit besteht in einer Schnittführung direkt am Haaransatz, wodurch die Stirn in der Höhe auch verkürzt werden kann, oder einer Schnittführung im Haarkranz, was eine Verlängerung der Stirn nach oben ermöglicht.

Bitte rechnen Sie mit einem stationären Aufenthalt über Nacht und einer ca. dreiwöchigen Ausheilzeit.

Minilift

Eine exakte Definition für das Minilift gibt es nicht. Wir verstehen darunter vornehmlich eine Straffung der erschlafften Wangenregion, sogenannter Hamsterbäckchen, ggf. mit einer leichten Liposuktion. Zudem reicht die Tiefe der Schnitte weniger tief als beim eigentlichen Facelifting, sodass mit einer rascheren Abheilungszeit und geringerer Narbenbildung gerechnet werden darf. Das Minilift bietet sich an bei noch überschaubarer Ausprägung der Faltenbildung und einem Bindegewebe, das über einen Rest an Elastizität verfügt.

Neben der geringeren Präparationstiefe umschreibt der Begriff „Mini“ auch eine Schnittführung, die deutlich kleiner ausfällt als bei den „großen“ Liftings. Die Schnitte werden lediglich um die Ohren herum gesetzt, was ausreicht, um die schlaffe Haut an Wangen und Kinn zu straffen und zu glätten.

Mittelgesichtslift

Die nächste Stufe auf der Leiter der Gesichtsliftings ist das Mittelgesichtslifting. Als Mittelgesicht bezeichnen wir den Bereich, der von den Augenlidern bis zu den Mundwinkeln bzw. seitlich zum Wangenknochen, dem Jochbein, reicht. Die Schnitte werden wie bei der Behandlung von Tränensäcken an den Unterlidern gesetzt, sodass bei vorliegender Indikation eine gleichzeitige Beseitigung der Tränensäcke und/oder Unterlidfalten sinnvoll und ratsam ist.

Mehrschichtiges Facelift

Auch ein großes, „richtiges“ und mehrschichtiges Facelift kann in Lokalbetäubung mit leichtem Dämmerschlaf durchgeführt werden – viele Patienten ziehen diese Art der Anästhesie einer Vollnarkose vor.

Das mehrschichtige Facelift beschränkt sich nicht nur auf eine Straffung der Haut, sondern zielt auch auf die tieferen Schichten ab, vor allem auf das SMAS (superficial musculo-aponeurotic system), wo die wichtigsten Prozesse der Alterung vonstattengehen, und das Unterhautbindegewebe. Das Prinzip folgt dann den anderen Lifting-Methoden: Entfernung von Überschuss, Straffung des Gewebes und der Haut, Vernähen.

Die Schnittführung hängt ab von der operierten Region:

  • Oberes Facelifting (Stirn): vor dem Ohr, über die Schläfen bis zum Haaransatz
  • Unteres Facelifting (Wangen, Hals): von den Schläfen hinunter bis zum Ohr, hinter dem Ohr in den vorderen Nacken

Checkliste Facelifting

Minilift

  • Anästhesie:     Lokalanästhesie / Dämmerschlaf
  • Dauer:           mindestens 30 Min. bis zu 3 Stunden / ambulant
  • Schmerzen:     gering bis keine
  • Schwellung:   gering für ca. 2 Tage
  • Ruhepause:    2 Tage
  • Sportpause:   ca. 2 Wochen
  • Ergebnis:        bis zu 4 Jahre

Gesichts- und Halslift

  • Anästhesie:       Lokalanästhesie / Dämmerschlaf/ Vollnarkose
  • Dauer:         bis zu 3 Stunden / ambulant
  • Schmerzen:     gering bis keine
  • Schwellung:   gering für ca. 2 Tage
  • Ruhepause:    2 Tage
  • Sportpause:   ca. 3 Wochen
  • Ergebnis:        bis zu 10 Jahre