Falten

Falten
Stirnfalten – Zornesfalten, Denkerfalten

Stirnfalten im fortgeschrittenen Alter sind vor allem auf unsere Mimik zurückzuführen: das Theaterstück der vielen kleinen Muskeln, das jede unserer Gefühlsregung verrät und von uns nahezu unbemerkt bei jeder Bewegung, die wir ausführen und bei jedem Wort, das wir sprechen, auf der Bühne unseres Gesichts gegeben wird.

Auf der Stirn meißeln sich mit den Jahren vor allem die sogenannte Zornesfalte (senkrecht zwischen den Augen) und die Denkerfalten (waagerechte Linien) in die Haut und bringen die betroffene Person ganz unwillkürlich mit negativen Eigenschaften in Zusammenhang: wütend, angespannt, traurig, überheblich, grüblerisch – Eigenschaften und Emotionen, die nichts mit der Realität zu tun haben müssen.

Stirnfalten, die noch nicht besonders tief gehen, lassen sich in einer ersten Behandlungsphase durch Unterspritzungen glätten. Da es sich um mimische Falten handelt, die aufgrund von Muskelkontraktionen entstehen, können bereits wenige Injektionen mit Botox A helfen, die Furchen aufzupolstern und gleichzeitig das Auftreten neuer Falten unterbinden, indem das Nervengift die Aussendung von Signalstoffen verhindert, die als Auslöser für die muskulären Bewegungen fungieren.

Bei hartnäckigen, tieferen Stirnfalten, die sich auch einer zweiten oder dritten Behandlung mit Botox widersetzen, kann die entsprechende Partie zusätzlich mit Hyaluronsäure unterspritzt werden. Da es sich bei Hyaluronsäure nahezu um ein körpereigenes Produkt handelt, sind keine Nebenwirkungen oder Abstoßungsreaktionen zu erwarten bzw. dokumentiert.

Extrem ausgeprägte Falten auf der Stirn können durch Unterspritzungen nicht mehr geebnet werden. Um tiefe horizontale oder senkrechte Furchen zu glätten, sollten nicht mehr die Falten als solche behandelt werden, sondern die gesamte Region, auf der sie auftreten. Hier kann ein Stirnlift die richtige Methode sein, evtl. kombiniert mit einer Anhebung der Augenrauen.

Wangenfalten

Obwohl wir in Etappen und eher schleichend altern, scheint es uns, als seien die Falten von einem Tag auf den anderen da. Auch auf den Wangen. Ganze Zellverbände verlieren nach und nach ihre Funktion für die Produktion von elastischen Fasern.

Sie resultieren wie jede Hautalterung aus einer Verdünnung der Haut (Hautatrophie) und der sich mangels elastischer und kollagener Fasern in der Haut einstellenden Elastose (Verlust der Hautelastizität).

Nicht in jedem Fall ist ein Facelift, das den Verdünnungsprozess der Haut sogar beschleunigen kann, sinnvoll. Oft erreicht das Auffüllen der Haut und Unterhaut mit den schonenden Fillern Hyaluronsäure, Milchsäure, PRP oder Eigenfett wieder einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt, und die Areale gewinnen an Elastizität, Frische und Jugendlichkeit.

Oberlippenfalten

Oberlippenfalten stellen eines der häufigsten und frühesten Probleme im Bereich der Gesichtsfalten dar. Die auch Raucher- oder Plisseefalten bezeichneten Fältchen können bereits früh in Erscheinung treten und die gesamte Oberlippe und somit auch das Gesicht älter wirken lassen, als die entsprechende Person tatsächlich ist.

Oberlippenfalten lassen sich rasch und effektvoll durch Unterspritzungen mit Botox oder speziellen Hyaluronsäuren verbessern oder gar aufheben, jedoch erhalten wir einen noch deutlicheren und lang anhaltenden Erfolg (über Jahre) mittels der Dermabrasion oder Laserung dieser Region. Hier ist mit einer Ausheilungszeit der Haut von 2 bis 4 Wochen zu rechnen.

Die verwendeten Filler-Materialen sind Juvederm und Restylane:

Nasolabialfalten / Lachfalten

Ihr Name verrät es: Die sogenannten Lachfalten können ein Gesicht sympathisch und attraktiv erscheinen lassen. Die kleinen Fältchen um die Augenwinkel sagen uns: Dieser Mensch lacht viel und gerne. So ganz stimmt dieser Eindruck nicht, da beim Lachen nahezu alle Gesichtsmuskeln in Aktion treten.

Die Nasolabialfalten können den Eindruck eines humorvollen, offenen Menschen verstärken. Treten die Falten jedoch schon in frühen Jahren auf bzw. werden durch Alterungsprozesse (Absacken des Mittelgesichts)oder Nikotinkonsum verstärkt, können sie lästig und als ästhetisch störend empfunden werden. Hier gibt es zwei Ansätze zur Behandlung. Zum einen die Stabilisierung des Mittelgesichtes durch die Einbringung von Hyaluronsäure in den tiefen Fettkörper, zum anderen durch die direkte Unterfütterung der Falten mittels geeigneter Filler wie Hyaluronsäure oder Eigenfett.

Marionettenfalten

Diese Falten bilden die Verlängerung der Nasolabialfalten, sie reichen von den Mundwinkeln bis zum Kinn und werden häufig begleitet von herabhängenden Wangen. Hier ist die frühzeitige Behebung des Problems ratsam mittels einer Hyaluronsäure-Injektion zur Stützung und Füllung der Mundwinkel. Um die Mundwinkel zusätzlich anzuheben, kann Botox eingesetzt werden.

Faltentherapie (bitte ändern, nicht: Falten Therapien)

Mesotherapie

In einer Mesotherapie werden bestehende Falten durch eine Kombination von verdünnter Hyaluronsäure mit Vitaminen und PRP (plättchenreiches Plasma, Eigenbluttherapie) geglättet. Die in die Haut injizierte Mischung bewirkt nach zweimaliger Wiederholung eine deutliche Auffrischung insbesondere der unelastisch gewordenen, sonnengeschädigten und vor allem dünnen Haut.

Eigenbluttherapie – PRP oder Vampirlift

Die Entnahme des eigenen Blutes zur Faltenbehandlung verlieh der PRP-Methode ihren Beinamen Vampirlift. Die Idee, körpereigenes Blut für Heilungszwecke zu nutzen, stammt aus der Sportmedizin und ist nicht ganz neu, doch zunehmend werden auch in der Schönheitsmedizin sehr gute Erfolge durch die Unterspritzung mit präpariertem Eigenplasma erzielt. Das mit Thrombozyten angereicherte Plasma nutzt die körpereigenen Wachstumsfaktoren zur Regeneration. Nach wiederholter Anwendung stellt sich insbesondere bei dünner Gesichtshaut und auf den Unterlidern eine neue Frische im Hautbild ein, die auf das gesamte Gesicht ausstrahlt.

Das PRP-Konzentrat kann zudem mit den anderen Fillern gut kombiniert werden.

Botox – Botulinumtoxin A

Der Begriff Botox dürfte zwar jedermann geläufig sein, die Wirkungsweise jedoch weniger, woraus Ängste gegenüber der Behandlung resultieren können, die als unbegründet anzusehen sind. Botulinumtoxin als direkter Hemmer der Nervenübertragung auf den Muskel ist ein ideales Instrument zur Beruhigung der Mimik an Stirn, Augen und Oberlippe bzw. den Mundwinkeln – überall dort, wo unsere Gesichtsmuskeln unbewusst und nahezu pausenlos arbeiten.

Da Botox exklusiv in der Muskulatur wirksam wird, ist eine sehr gezielte, lokale Ausschaltung anvisierter Muskeln möglich. Botox gelangt nicht in den Blutkreislauf!

Die Entlastung der Mimik-Muskulatur ist automatisch mit einer Rückbildung der Falten verbunden. Nach wiederholter Anwendung hat sich das Hautbild im Faltenbereich beruhigt und geglättet.

Die Wirkung tritt nach 2 bis 5 Tagen ein und hält in der Regel 3 bis 6 Monate an.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein Bestandteil unseres Bindegewebes und vor allem als Feuchtigkeitsspeicher sehr effektiv. Da es sich zudem um äußerst elastisches Material handelt, eignet sich die Substanz ideal, um schlaffen, eingesunkenen und faltigen Hautpartien zu neuer Spannkraft, Volumen und Frische zu verhelfen.

Speziell die Falten im Stirnbereich (Zornesfalte, Denkerfalten), Nasolabialfalten, Falten im Dekolleté und um die Augen herum können mit der Unterspritzung von Hyaluronsäure sehr gut und lange anhaltend behandelt werden.

Auch der Aufbau von zu schmalen Lippen wird vorzugsweise durch die Einbringung von Hyaluronsäure realisiert.

Wichtig im Gesamtkonzept der Gesichtsbehandlung ist die Wiederauffrischung der tiefen Fettkörper des Mittelgesichtes. Dieses „Hollywoodlifting“ ist ein Volumenlift, das auf der genauen Kenntnis der Verhinderung des Alterungsprozesses im Volumen der Mittelgesichtsfettkörper beruht.

Milchsäure

Für einen relativ lange anhaltenden Gewebeaufbau hat sich die Behandlung mit Milchsäure bewährt. Ihre Kristalle erzeugen die Bildung eigenen Bindegewebes, die Milchsäurekristalle lösen sich auf, das vermehrte Bindegewebe verbleibt für etwa eineinhalb Jahre in der bedürftigen Hautregion.

Eigenfett

Der Gewebeaufbau mit Eigenfett ist die natürlichste Methode, um verlustig gegangenes Volumen wieder aufzufüllen. Schließlich handelt es sich um körpereigenes Material, und eine Unverträglichkeit oder sogar Abstoßung ist deshalb so gut wie ausgeschlossen. Da jeder Mensch über ein paar Fettpölsterchen verfügt, die „nur“ dem Vorrat für karge Zeiten dienen – ein evolutionäres Überbleibsel unserer Vorfahren –, können wir am Po, den Oberschenkeln oder am Bauch guten Gewissens einige Milliliter absaugen, um anschließend und nach einer aufwendigen Aufbereitung der Lipide die bedürftigen Stellen zu versorgen. Für die Unterspritzung mit Eigenfett verwenden wir ein hochmodernes, sehr genau dosierbares Injektionssystem, das Überfüllungen und Unregelmäßigkeiten im Ergebnis verhindert.

Das äußerst gut verträgliche Eigenfett dient uns zur Auffüllung der Lippen, von Nasolabialfalten, Hohlwangen; Gewebefüllungen am Kinn und den Jochbögen sind möglich, genauso wie Gesäßaufbau, Hüftaufbau und die Unterfütterung von Niveaudefekten (Unebenheiten).

Es ist möglich, dass der Körper nach einer gewissen Zeit bis zu 50% des injizierten Fetts abbaut, deshalb sorgen wir vor und entnehmen bei der Liposuktion bereits größere Mengen, die wir einfrieren und bei Bedarf in einer oder zwei Nachfolgebehandlungen verwenden können. Auch wenn der Patient ausschließlich eine Fettabsaugung wünscht, ist es sinnvoll, das entfernte Fett haltbar zu lagern, falls einmal eine Therapie mit Eigenfett auf dem Wunschzettel steht.

Die Einsatzmöglichkeiten von Eigenfett unterliegen aber auch gewissen Grenzen, da es eine etwas gröbere Konsistenz besitzt und somit beispielsweise für die Unterspritzung feiner Falten nicht geeignet ist. Zudem ist die Gesamtvolumenmenge, die vom eigenen Gewebe aufgenommen werden kann, beschränkt. Näheres erfahren Sie in einem ausführlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch.