Nase

Nasenkorrektur – voroperierte Nase

Ein Patient, der bereits eine oder sogar mehrere Nasenoperationen hinter sich hat, dabei jedoch an Kollegen geriet, die entweder aus mangelnder Erfahrung oder dem nicht vorhandenen Know-how gar nicht über die nötigen Fähigkeiten verfügten, um die deformierte Nase so zu korrigieren, dass ein zufriedenstellendes, dauerhaftes Ergebnis erreicht werden konnte, hat vor einer erneuten Korrektur der Korrektur jedes Recht, skeptisch und ängstlich zu sein. Ihm widerstrebt es, sich abermals einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, jedoch kann er sich ein Leben mit der verunstalteten Nase auf keinen Fall vorstellen. Ein sensibler Umgang mit dem Leidgeplagten ist deshalb oberste Prämisse. In einem offenen Gespräch werden wir den Befund gemeinsam analysieren und das weitere Vorgehen genauestens besprechen.

Mangelhaft voroperierte Nasen sind häufig der Anlass für einen Besuch in unserer Praxis. Da die Bandbreite der Schädigungen von auffälligen Narben, über ein Zuviel oder Zuwenig an Knorpel, bis hin zu einer anhaltenden oder durch den Eingriff erst erworbenen Fehlstellung der Nase reicht, finden Sie an dieser Stelle keine allgemeinen Informationen.

Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie bereits die eine oder andere erfolglose bzw. verschlimmernde Rhinoplastik haben vornehmen lassen und nun zweifeln, ob Sie sich den erneuten Gang zum Chirurgen zutrauen. Eine leichte Verbesserung ist fast immer möglich, oft auch die komplette Beseitigung des angerichteten Schadens.

Nasenkorrektur – Sattelnase

Das optische Gegenteil der Höckernase ist die Sattelnase. Dabei liegt eine Einbuchtung der Nasenscheidewand vor, meistens im unteren Teil der Nase, die durch den Mangel von stützendem Knorpel entsteht. Als Ursachen kommen misslungene Rhinoplastiken in der Vergangenheit infrage, in deren Verlauf zu viel Knorpel entfernt wurde, Unfälle, Knorpelentzündungen oder auch eine angeborene Veranlagung. Auch Sattelnasen können die Atmung durch die Nase behindern und zählen dann zu den funktionellen Nasenkorrekturen, die evtl. von der Krankenkasse übernommen werden. Um die „Delle“ im Nasenrücken wieder aufzupolstern, wird an anderen Stellen körpereigener Knorpel entnommen (aus der Nase selbst, der Ohrmuschel, den Rippen) und anschließend der eingesunkene Nasenrücken damit unterfüttert.

Die Ergebnisse sind sehr gut planbar und halten bei professioneller Durchführung der Operation ein Leben lang.

Nasenkorrektur – Schiefnase

Eine Schiefnase kann angeboren sein, wird häufiger aber durch Unfälle oder akute Gewalt auf die Nase erst erworben. Da eine in ihrer Achse schiefe Nasenscheidewand (Septumdeviation) nicht selten zu funktionellen Störungen führen kann, wenn beispielsweise die Nasenatmung beeinträchtigt ist oder das Einschlafen Probleme bereitet, kommen in vielen Fällen die Krankenkassen für eine Begradigung der Schiefnase auf. Ob es sich bei Ihrer geplanten Nasenkorrektur um einen kosmetischen oder funktionellen Eingriff handelt, finden wir in einem Vorgespräch gemeinsam heraus.

Da bei einer Schiefnase neben dem knorpeligen oft auch der knöcherne Anteil der Nasenscheidewand nach links oder rechts abweicht und begradigt werden muss, handelt es sich bei dieser Art der Rhinoplastik um einen vergleichsweise anspruchsvollen Eingriff mit hohem Schwierigkeitsgrad. Vertrauen Sie deshalb nur einem in der Nasenscheidewandchirurgie geschulten Chirurgen, um unnötige und teure Folgeoperationen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang sei auch die schiefe Nasenspitze erwähnt, die in der Regel mit einer Schiefnase einhergeht und dem Operateur ebenfalls seine ganze Fertigkeit abverlangt. In gravierenden Fällen muss die offene Operationstechnik der geschlossenen bevorzugt werden, da nur bei einer Freilegung über den äußeren Nasensteg der die Nasenspitze formende Knorpel so modelliert werden kann, dass die Schiefstellung dauerhaft behoben werden kann. Über mögliche Risiken, die auch postoperative Schwellungen und mögliche Narbenhinterlassenschaften beinhalten, klären wir Sie selbstverständlich vor dem Eingriff lückenlos auf.

Bitte rechnen Sie nach der Begradigung einer Schiefnase in jedem Fall mit einem Nasengips und/oder einer inneren Schiene für ca. 10 bis 14 Tage.

Nasenkorrektur – Höckernase

Die Höckernase oder auch Adlernase zeichnet sich aus durch eine nach unten gebogene Nasenspitze und den namengebenden Höcker auf dem Nasenrücken, der in der Frontansicht kaum zu erkennen ist, im Profil jedoch eklatant wird. Da die bloße Abtragung des knorpelig-knöchernen Nasenhöckers oft zu einer scheinbaren Verlängerung der Nase führt, wird im gleichen Eingriff die Nasenspitze nach oben gehoben und ggf. verkleinert, was dem Eindruck einer längeren Nase entgegenwirkt.

Die Ergebnisse dieser kleinen Korrektur sind beeindruckend und sorgen für neue Harmonie im Gesicht, ohne die vorherige Auffälligkeit, die dem Betrachter unwillkürlich und sofort ins Auge sprang. Die dazu nötige Operation wird über einen kleinen Querschnitt im Nasensteg durchgeführt bzw. kann bei geringer Ausprägung des Nasenhöckers auch über das Naseninnere erfolgen.

Nicht selten liegt neben einer Höckernase auch der Befund für ein fliehendes Kinn oder ein Doppelkinn vor, was die Profilansicht der betroffenen Person doppelt belastet. Sollten keine kieferchirurgischen Einwände dagegensprechen, können mittels der sogenannten Profilplastik Höckernase und Fehlbildungen des Kinns innerhalb eines Eingriffs korrigiert werden.

Nasenkorrektur – breite Nase / breite Nasenspitze

Durch nachlassende Gewebespannung im Alter verliert auch die Nase an Elastizität, die Nasenflügel sinken ab und machen die Nase breiter. In manchen Fällen kann ein krankhafter Befund vorliegen, wenn eine sog. Kartoffelnase oder Knollennase (Rhinophym) diagnostiziert wurde. Auch dann kann die chirurgische Nasenverschmälerung helfen, die Nase wieder anzugleichen und dem Betroffenen eine Nase zu geben, wie er sie schon einmal hatte und die sich harmonisch in sein Gesicht schmiegt. Neben der Entfernung von Gewebe kann eine Verschmälerung der Nase einen Eingriff am Knochenbereich erfordern, um die Nasenscheidewand (Septum) in eine neue Form zu bringen.

Da mit den Jahren auch die Nasenspitze absinkt (bis zu 1 Zentimeter), kann eine Verschmälerung der Nase mit einer gleichzeitigen Anhebung der Nasenspitze kombiniert werden.

NASENKORREKTUR – RHINOPLASTIK

Durch ihre zentrale Lage kommt der Nase im menschlichen Gesicht eine wesentliche Rolle zu, wenn es um ein schönes, in sich stimmiges Gesamtbild gehen soll. Mit anderen Worten: Eine zu große, breite oder schiefe Nase ist in der Lage, ein ansonsten attraktives und harmonisches Gesicht durch nur geringe Abweichungen im Millimeterbereich negativ zu beeinflussen oder gar als unschön erscheinen zu lassen.

Oft fehlen dem betroffenen Menschen die richtigen Worte, um exakt zu beschreiben, was ihn an seiner Nase stört. In einem intensiven Gespräch werden die Wünsche und Erwartungen des Patienten deshalb so genau wie möglich analysiert und auf ihre Machbarkeit untersucht. Computeranimierte Vorher-/Nachher-Animationen helfen uns, der Traumnase so nahe zu kommen wie möglich – wobei wir einschränkend darauf hinweisen möchten, dass uns trotz aller Erfahrung, Technik und Ambition bisweilen die Hände gebunden sind, einfach weil die individuellen Voraussetzungen des Patienten nicht alle notwendigen Kriterien erfüllen.

Die eine, die universelle Nase gibt es nicht. Jede Nase ist einzigartig in Form und Größe und sollte sich vor allen Dingen „unauffällig dominant“ in das restliche Gesicht einfügen, ohne ihre vorherrschende Kraft gänzlich einzubüßen. Von daher können von Patienten mitgebrachte Fotos von Prominenten oder deren Nasen und ihrem geäußerten Wunsch, genau diese eine Nase haben zu wollen, lediglich einen Hinweis liefern – um jedoch eine Nase zu bekommen, die realistisch zur Größe des Kopfes und den einzelnen Abständen und Symmetrien der übrigen Gesichtsteile passt, sind eingehende Voruruntersuchungen notwendig, die auch eine Dokumentationen des gegebenen Zustandes im Vergleich mit dem möglichen Ergebnis beinhaltet. Diese Gegenüberstellung des Vorher/Nachher ist ungemein wichtig, damit der Patient erkennt, dass bereits kleinste Veränderungen eine große Wirkung erzielen können.

Neben der funktionalen Rhinoplastik, die z.B. Nasen mit Frakturen der knöchernen Struktur begradigt oder eingreift, wenn die Nasenatmung beeinträchtigt ist, kümmert sich die ästhetisch-plastische Nasenchirurgie vornehmlich um folgende Fehlbildungen der Nase:

Rhinoplastik – die Operation

In der Nasenchirurgie haben wir die Wahl zwischen einer geschlossenen und einer offenen Operation. Grundsätzlich ist die endonasale, geschlossene Methode vorzuziehen, da bei dem Eingriff durch die Nasenlöcher keine sichtbaren Narben zurückbleiben. Die Begradigung von Schiefnasen wird zum Großteil mittels der geschlossenen Nasenkorrektur durchgeführt.

Größere Deformitäten an Knorpel und Knochen können jedoch den offenen Zugang verlangen. Hierbei wird ein Schnitt quer über den äußeren Nasensteg gesetzt und mit endonasalen Schnitten zusammengeführt, sodass sich der Hautmantel über der Nasenspitze abziehen lässt und das zu behandelnde Knorpel- und Knochengerüst der Nase freilegt. Besonders bei den anspruchsvollen Neu- und Umformungen der Nasenspitze bietet die offene Rhinoplastik den Vorteil eines gänzlich überschaubaren Operationsfeldes.

Checkliste Nasenkorrektur

    • Anästhesie: Vollnarkose
    • Dauer: 2 Stunden / stationär
    • Schmerzen: gering
    • Nasengips: 1 bis 2 Wochen
    • Schwellung: ca. 4 Wochen
    • Ruhepause: 3 bis 5 Tage
    • Sportpause: ca. 6 Wochen
    • Ergebnis: ab 6 Monaten bis zu dauerhaft