Schweißdrüsen

Übermäßiges Schwitzen

Die eigentlich lebenswichtige, weil Körpertemperatur regulierende Funktion des Schwitzens kann zu einer enormen Belastung werden, wenn es einfach nicht mehr aufhört. Übermäßiges, pausenloses Schwitzen, feuchte Hände und Füße, Schweißflecken unter den Achseln – all das kann temporär oder dauerhaft mit nur wenig Aufwand der Vergangenheit angehören.

Schweißbehandlung mit Botox

Die Unterspritzung der schwitzenden Areale mit Botulinumtoxin A verhindert die Aussendung von bestimmten Botenstoffen, sodass der Prozess des Schwitzens gar nicht erst in Gang gesetzt wird. Die Behandlung mit Botox gegen Schwitzen eignet sich besonders gut für die Stirn und die Achseln für Menschen, die vor allem in den warmen Sommermonaten unter einer zu hohen Schweißproduktion leiden. Die Wirkung hält ca. drei bis sechs Monate und kann danach – oder im nächsten Sommer – auf Wunsch wiederholt werden.

Schweißbehandlung durch Saugkürretage

Eine dauerhafte Lösung gegen starkes, permanentes Schwitzen (Hyperhidrose) bietet die gezielte Entfernung der Schweißdrüsen mittels der subkutanen Saugkürettage. Da es nicht immer gelingt, alle winzigen und sehr zahlreichen Schweißdrüsen im ersten Eingriff abzusaugen, können ein oder zwei Nachbehandlungen erforderlich werden. Nur selten tritt das Schwitzen nach Jahren erneut auf, wenn die nicht abgesaugten Schweißdrüsen wieder mit Nerven verbunden werden. Ansonsten wird der Schweißausstoß sofort und dauerhaft um 60 bis 90% verringert und liegt dann im Normbereich.

Checkliste Schweißdrüsenentfernung

  • Anästhesie:      Lokalanästhesie mit Sedierung
  • Dauer:              ca. 1 Stunde / ambulant
  • Schmerzen:    sehr gering bis keine
  • Ruhepause:    3 Tage
  • Sportpause:     6 Wochen bei Armeinsatz und axillarer Absaugung
  • Schwellung:     ca. 3 bis 4 Wochen, diskret
  • Ergebnis:         viele Jahre bis zu lebenslang